Wer kennt es nicht: Die Schublade ist voll, aber beim Öffnen quellen Socken, Gürtel und Accessoires wild durcheinander. Bevor Sie teure Ordnungssysteme kaufen, lohnt sich ein Blick in den eigenen Werkzeugkasten, denn mit einfachen Mitteln lassen sich passgenaue Einteiler selbst bauen. Messen Sie zunächst die Innenmaße Ihrer Schublade genau aus und skizzieren Sie ein Raster, das Ihren Gegenständen entspricht – ein Fach für Unterhosen, zwei für Socken, ein schmales für Krawatten. Als Material eignen sich dünne Holzleisten, die Sie mit einer Gehrungssäge auf Länge schneiden, oder stabiler Karton, den Sie mehrfach falten und mit Klebeband versteifen. Entscheidend ist, dass die Trennwände nicht fest verklebt werden: Nutzen Sie kleine Holzdübel oder einfach festes Klebeband an den Kreuzungspunkten, damit Sie das Raster später an neue Inhalte anpassen können. So schaffen Sie Stauraum, der exakt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, und das in unter einer Stunde.

Für eine besonders saubere Lösung empfiehlt es sich, die Leisten mit einem Hobel leicht zu fasen, damit sie nicht an der Kleidung hängen bleiben, und die Kanten mit feinem Schleifpapier zu glätten. Wenn Sie Schubladen mit unterschiedlichen Tiefen haben, bauen Sie lieber zwei getrennte Einheiten, die Sie hintereinander stellen, anstatt eine große Konstruktion zu erzwingen. Ein cleverer Trick ist auch das Nutzen von Buchenholz-Rundstäben: Diese sägen Sie in kurze Stücke, bohren passende Löcher in eine dünne Sperrholzplatte und stecken die Stäbe als vertikale Trenner hinein – ideal für Kosmetikartikel oder Werkzeug. Achten Sie darauf, dass die Höhe der Einteiler etwa zwei Drittel der Schubladenhöhe beträgt, dann bleibt genug Platz zum Greifen, und nichts rutscht beim Öffnen über die Kanten. Wer es ganz unkompliziert mag, kann auch aus festen Papprollen von Küchenpapier stabile Zylinder schneiden und diese als Sockenfächer nebeneinanderlegen – das ist besonders schnell gemacht und lässt sich jederzeit ersetzen.
Zum Schluss sollten Sie die fertigen Einteiler unbedingt mit einem feuchten Tuch abwischen, um Sägespäne zu entfernen, und sie lose in die Schublade legen, damit sie sich beim Ausziehen nicht verhaken. Wenn Sie alles gut geplant haben, spüren Sie sofort den Unterschied: Morgens finden Sie jedes Teil an seinem Platz, ohne zu kramen, und die Schublade lässt sich sogar mit mehr Inhalt leichter schließen, weil nichts mehr quer liegt. Dieses einfache Projekt, das Sie ohne Spezialwerkzeug umsetzen können, zeigt, wie viel Sie mit etwas handwerklichem Geschick bewegen – und genau hierdurch stauraum schaffen Sie ganz nebenbei, ohne ein einziges neues Möbelstück kaufen zu müssen. wohnbino es beim nächsten Ordnungsprojekt einfach aus, denn die Investition von wenigen Minuten Handarbeit zahlt sich jeden Morgen aufs Neue aus, wenn Sie die Schublade öffnen und ein aufgeräumtes Bild sehen. So wird aus einem alltäglichen Ärgernis eine kleine, aber feine Verbesserung, die Sie individuell anpassen und erweitern können – ganz nach Ihrem persönlichen Ordnungssinn und den Dingen, die täglich ihren festen Platz finden sollen.