Wie grundieren Sie eine Wand richtig, bevor Sie sie streichen?

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Wie grundieren Sie eine Wand richtig, bevor Sie sie streichen?

Bevor Sie auch nur den Pinsel in die Farbe tauchen, entscheidet der Zustand der Wand darüber, ob Ihr Vorhaben gelingt. Prüfen Sie die Fläche zunächst gründlich auf lose Teilchen, Kreidendes oder feine Risse. Entfernen Sie alte, abblätternde Farbe mit einem Spachtel und bürsten Sie die Wand danach kräftig ab, um Staub zu entfernen. Fetten Sie eventuelle Flecken mit einem geeigneten Reinigungsmittel aus, denn Rückstände verhindern die Haftung. Nur auf einem sauberen, trockenen und tragfähigen Untergrund kann die Grundierung ihre Aufgabe erfüllen. Bei kreidenden oder stark saugenden Flächen ist ein Haft- oder Tiefengrund unverzichtbar, während glatte, wenig saugende Oberflächen wie Gipskarton oft mit einem dünnen Anstrich der späteren Wandfarbe grundiert werden können. Mischen Sie die Grundierung exakt nach Anleitung und tragen Sie sie mit einer kurzflorigen Rolle gleichmäßig und dünn auf, am besten in einer kreuzweisen Bewegung, um eine vollständige Benetzung ohne Pfützenbildung zu erreichen.



Der Zeitpunkt des Weiterarbeitens ist entscheidend, denn eine falsche Trocknungszeit führt später zu unschönen Flecken oder gar Abplatzern. Beachten Sie die vom Hersteller angegebene Trockenzeit, die meist zwischen vier und zwölf Stunden liegt, und sorgen Sie in dieser Zeit für ausreichende Belüftung, aber keine direkte Sonneneinstrahlung oder Zugluft, da dies die Hautbildung beschleunigt und die Saugfähigkeit ungleichmäßig macht. Nach dem Trocknen sollte die Fläche leicht rau und matt erscheinen, keinesfalls glänzend oder speckig. Führen Sie vor dem endgültigen Streichen immer einen einfachen Test durch: Legen Sie die Handfläche auf die Wand – wenn sie nicht klebt und keine Rückstände auf der Haut bleiben, ist der Untergrund bereit. Erst jetzt sollten Sie die erste Schicht der eigentlichen Farbe auftragen, wobei Sie die Grundierung als gleichmäßige Basis betrachten, die Ihnen hilft, ein einheitliches Ergebnis zu erzielen, ohne dass die Wand die Feuchtigkeit unregelmäßig aufsaugt.

Wenn Sie nun daran gehen, Wände streichen zu wollen, profitieren Sie von der Vorarbeit in vielfacher Hinsicht. Die Farbe deckt besser, der Verbrauch sinkt spürbar, und die Oberfläche wird gleichmäßiger, da die Grundierung die Saugfähigkeit normiert und die Haftung der Deckschicht optimiert. Besonders bei frischem Putz, Spachtelmasse oder Renovierungen nach dem Entfernen von Tapeten zeigt sich der Unterschied deutlich: Ohne Grundierung entstehen matte Stellen oder Wolken, die später nur schwer zu korrigieren sind. Arbeiten Sie zügig aber bedacht, rollen Sie die Farbe gleichmäßig in Bahnen und vermeiden Sie Zwischenpausen innerhalb einer Fläche, um Ansätze zu verhindern. Wenn Sie diese Schritte befolgen, wird das spätere Wände streichen nicht nur einfacher, sondern auch langlebiger, denn eine gut grundierte Wand ist die beste Versicherung gegen unschöne Überraschungen und sorgt dafür, dass Ihre Arbeit auch nach Jahren noch makellos aussieht.  hier  darauf, dass die Grundierung nicht als Ersatz für eine zweite Decklackschicht dient – sie ist das Fundament, nicht der Anstrich selbst.